19. bis 28. Juni 2009 Anspach - Riva del Garda

Am 19.06.2009 starteten 15 Radfahrer und eine Radfahrerin, sowie zwei Begleitpersonen mit ihrem Fahrzeug von Neu-Anspach zum Gardasee.

 Die erste Etappe führte Richtung Seligenstadt, Babenhausen nach Höchst in den Odenwald.Bis zum ersten Etappenziel Erbach – Lindach wurden 154 km geradelt und 1250 Höhenmeter überwunden.

Die Hotels der Etappenorte wurden ein halbes Jahr im voraus gebucht. Dies ist auf Grund der Vielzahl der Fahrer unbedingt erforderlich. Die Unterkünfte, Abendessen und Frühstück waren durchweg gut und ausreichend.Die Gastwirte wissen wohl aus Erfahrung, dass Radler mehr Kalorien verbrennen;o).

Am nächsten Tag ging es ausgeruht und bei schönstem Wetter weiter in Richtung Süden über Sinsheim, Weil der Stadt bis nach Nagold – Gündringen. Inzwischen war die Radgruppe um drei Etappenfahrer, die mit dem Zug nachgereist waren, gewachsen.Auch diese Etappe zählte zu den längsten mit 153 km, 1850 Hm. Bis zu 12%ige Steigungen mussten überwunden werden.

Gut gefrühstückt, bei durchwachsenem Wetter startete unsere Gruppe am nächsten Morgen und musste als erstes die 14%ige Steigung in Angriff nehmen, die tags zuvor bergab gefahren wurde. Oben angekommen, ging es wellenförmig auf guten Nebenstraßen weiter.

Alle Etappen wurden vom Routenplaner auf GPS von Lars Bennerscheid übertragen, dadurchwar ein Verfahren fast ausgeschlossen. Nun folgte eine der schönsten Strecken durch die schwäbische Alb bis zum Bodensee nach Meersburg. Dies war bislang die schwerste Etappe, denn hier wurden unsere Fahrer richtig gefordert. Ein 200 Meter langes Teilstück mit 20% galt es zu bewältigen. Insgesamt wurden 148 km gefahren und 2000 Hm zurückgelegt.

Ab Meersburg wurde entlang des Bodensees bis Friedrichshafen gefahren. Von dort aus ging es mit der Fähre nach Romanshorn/Schweiz. In der Schweiz angekommen fing es leider zu regnen an, und die Temperatur fiel. Es wurde auf das Begleitfahrzeug gewartet um Regenjacken, Regenhosen und Überschuhe anzuziehen. Weiter ging die Fahrt bei noch stärkerem Regen am südlichen Ufer des Bodensees bis nach Rorschach. Bei Oberriet wurde die Grenze nach Österreich überquert um weiter über Eschen in das Fürstentum Liechtenstein zu fahren. Es wurde die Hauptstadt Vaduz durchradelt, um bei Mainfeld wieder in die Schweiz zu wechseln. Der Regen begleitete die Fahrer bis kurz vor dem Etappenziel Chur. Im Hotel Chur angekommen hieß es raus aus den nassen Klamotten.Essen und Stadtbesichtigung waren angesagt. Diese Etappe war eine relativ leichte Etappe mit 130 km und 800 Hm, die nur am Schlussanstieg zu erklimmen waren.

Der fünfte Tag, die Königsetappe stand an und es war, wie die Wettervorhersage es prophezeit hatte. Regen und Kälte in Chur wie vor zwei Jahren in Radstadt (Österreich), als der Tauernpass überfahren werden sollte, und es auch dort nur regnete und auf dem Berg schneite. Als Alternative zum Fahrrad entschlossen sich die Radler zur Bahnfahrt mit der Rhätischen Eisenbahn nach Sankt Moritz. Dort hatten sie einen 90 Minuten Aufenthalt und konnten in Ruhe den Kultort ansehen. Weiter ging die Fahrt per Zug über den Berninapass mit vielen Sehenswürdigkeiten am Rande der Strecke bis hinauf auf 2300 Hm.Über viele Windungen und Tunnels schraubte sich die Bahn bei bis zu 4%iger Steigung hinauf auf die Passhöhe. Auch die Abfahrt war eindrucksvoll und über viele Kehren ging es zurück auf 900 Hm nach Le Prese, in der Nähe von Poschiavo. Hier fuhr der Zug mitten durch den Ort und man konnte es kaum glauben - der Zug hielt direkt vor dem gebuchten Hotel. An diesem Abend feierte die Gruppe den 50. Geburtstag von unserem Radsportfreund Martin. Es war ein netter und gemütlicher Abend. Alle waren in bester Stimmung.

Am nächsten Morgen, bei herrlichem Sonnenschein (man merkte direkt die südliche Seite der Alpen), starteten unsere Radler von der Schweiz gemütlich bis nach Tirano (Italien). Es folgte der erste Anstieg zum Apricapass auf 1175 m Höhe. Eine schöne Abfahrt nach Edolo entschädigte für die Anstrengung. Von hier aus folgte der nächste Anstieg zum Passo di Tonnale auf 1900 m. Von da an ging es nur bergab nach Dimaro, der Zielort an diesem Tag.

Der letzte Tag zum Gardasee war zugleich die kürzeste Etappe. Aber noch waren zwei Pässe zu bewältigen, der Carlo Magnopass, 1682 m hoch gelegen und der Ballinopass.Die Fahrt ging weiter durch den bekannten Skiort Madonna di Campiglio, Heimatort von Skistar Alberto Tomba, abwärts zum Gardasee. Nach 86 km und zurückgelegten 1500 Hm erreichten sie das Etappenziel Torbole. Hier wurden unsere Etappenfahrer von ihren Frauen, die tags zuvor angereist waren, herzlich empfangen. Ein Transparent wurde hochgehalten mit der Aufschrift „ Wir sind stolz auf Euch". Die Sektkorken knallten und die Ankunft wurde gefeiert.

 

 

 

 

Am darauffolgenden Tag wurde eine gemeinsame Fahrt zur Halbinsel Sirmione im Süden des Gardasees unternommen. Hier wurde eine Schiffsfahrt gebucht, um die Spitze der Halbinsel zu umfahren bis zu den 70 ° heißen Quellen, die die Thermen der Halbinsel speisen. Am Samstag, der Abschlusstag, ging es nach Verona, wo die Gruppe von einer Reiseführerin erwartet wurde. Als erstes machten sie eine Stadtrundfahrt, um einen Eindruck von den Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erhalten. Danach wurde die Altstadt zu Fuß erkundet.



Am Sonntag traten alle zur frühen Stunde die Heimreise an. Anspach wurde gegen 20.00 Uhr erreicht.

 

 


Es war eine gelungene Etappenfahrt mit viel Spaß und Freude und auch ein ebenso erfolgreicher Vereinsausflug.

Ein herzliches Dankschön gilt den Begleitfahrern, die unsere Tourenfahrer immer sicher zu den einzelnen Etappenzielen brachten.