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Etappenfahrt Neu-Anspach – Neu-Anspach 2010
22.06.2010 13:23:06

Am 12. Juni 2010 war es wieder so weit. Eine große Gruppe der Radfahrvereinigung RV „Vorwärts“ Anspach startete zur Etappenfahrt Neu-Anspach und zurück. Da im letzten Jahr die große Tour zum Gardasee mit der Alpenüberquerung mit den vielen Pässen eine große Herausforderung war, hat man sich dieses Jahr auf eine etwas leichtere Tour festgelegt. Die erste Etappe führte uns hinauf zum Roten Kreuz, Königstein bis nach Gross-Gerau. Nach 80 km, bei Gernsheim legten wir die erste Rast ein. Weiter ging es Richtung Worms bis zu unserem Etappenziel Kallstadt in der Pfalz. Bis hierher wurden 136 km und 730 Hm zurückgelegt.
Die Hotels der Etappenorte sind schon vor einem halben Jahr gebucht worden, was auf Grund der Vielzahl der Fahrer unbedingt erforderlich war. Die Unterkünfte, Abendessen und Frühstück waren durchweg gut und ausreichend.
Am nächsten Tag, bei schönem Wetter fuhren wir weiter über Landau in der Pfalz über Drusenheim zu unserem nächsten Etappenziel Offenburg am Rande des Schwarzwaldes. Diese Etappe war die leichteste mit 154 km und 900 Hm.
Weiter ging die Fahrt Richtung Südwesten durch den Schwarzwald mit seinen anstrengenden, teilweise 14% igen Steigungen. Wir fuhren über Bötzingen, Ihringen nach Colmar. Hier teilte sich unsere Gruppe. Ein Großteil nahm den Col de la Firstplan in Angriff, die kleinere Gruppe fuhr über Colmar zum Etappenziel Munster, der Heimat des berühmten Munsterkäses. Diese Etappe war zu dieser Zeit die anspruchsvollste, da 154 km und 1800 Hm zurückgelegt wurden. Nach einem schmackhaften Drei-Gang- Menü erkundeten wir die Storchenstadt Munster.
Gestärkt durch ein typisch französisches Frühstück, also nichts tolles, starteten wir zu unserem nächsten Etappenziel Nancy. Diese Etappe war etwas für unsere Bergspezialisten. Hinauf ging es zum Col de La Schlucht auf 1138 Hm. Bei dem 15 km langen Anstieg mussten 770 Hm bei Regen überwunden werden. Oben angekommen, schnell noch eine Jacke übergezogen, ging es acht km steil auf schlechten Straßenverhältnissen abwärts. Nach 80 km erreichten wir die Kleinstadt Rambervillers, in deren Nähe wir uns zur Mittagspause niederließen. Trocken ging es weiter nach Nancy in Lothringen. Nancy besitzt eine sehenswerte Innenstadt. Die Place Stanislas, die Place de la Carrière, und die Place de l'Hémicycle wurden 1983 in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Auf diesen Plätzen herrschte am Abend reges Treiben.
Weiter ging es, in nördlicher Richtung bei starkem Gegenwind fahrend und schlechten Nebenstraßen, zur Stadt Metz, die wir nach 65 km erreichten. Hier machten wir unsere Mittagspause. Bei Perl , nach gefahrenen 115 km verließen wir Frankreich. Unser Tagesziel war Saarburg, ein wunderschönes Städtchen an der Saar gelegen. Mitten in der Stadt am Butterberg sahen wir den größten innerstädtischen Wasserfall Europas.
Der sechste Abschnitt unserer Tour sollte das Highlight werden. Jedoch der Wettergott machte uns einen Strich durch das Vorhaben. Es regnete schon vor der Abfahrt, so entschlossen wir uns mit dem Zug zu unserem nächsten Etappenziel Bad Kreuznach zu fahren. Den letzten gemeinsamen Abend ließen wir gemütlich im Hotel ausklingen.
Letzte Etappe: die Sonne scheint! Gut gelaunt starteten wir gegen 9.00 Uhr. In Bingen nahmen wir die Fähre nach Rüdesheim. Nach einer Pause in der Nähe von Taunusstein rollten wir gegen 16.00 Uhr in Neu-Anspach ein. Dort wurden wir von einer großen Gruppe treuer Anhänger mit einem Transparent und Sekt freundlich empfangen. Alle waren froh, die Etappenteilnehmer gesund begrüßen zu können.

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Danach ging es gemeinsam zu einem Umtrunk ins Bürgerhausrestaurant.
Wie schon seit Jahren wurden wir Etappenfahrer von dem bewährten Team Reinhold und Albert fürsorglich begleitet.
E.M.